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Memory Alpha:Canon-FAQ

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Was ist „Canon“ genau?
Es gibt mehrere Definitionen, was als canon betrachtet werden kann. Bei Memory Alpha versuchen wir bei der folgenden, gebräuchlichsten zu bleiben.
Technisch gesehen ist canon das, worauf die Produzenten beim Drehen von neuen Star-Trek-Episoden achten. Alles was in vorangegangenen Episoden zu sehen und zu hören war und ist, ist in dieser Beziehung kanonisch. Was auf dem Bildschirm war, existiert und kann nicht mehr geleugnet werden. Dabei beziehen wir alle bisherigen offiziellen Produktionen mit ein, also auch Star Trek: The Animated Series und Der Käfig.
Trotzdem kann alles, sogar das, was in den Serien und Filmen erwähnt wird, in Zweifel gezogen werden, wo es zu Widersprüchen führt (z.B. die 79 Decks der Enterprise-A). Wir müssen nicht alles für bare Münze nehmen und irgendwelche Verrenkungen durchführen, wo Logik und gesunder Menschenverstand versagen.
Schließlich gibt es das weite Feld der Fan-Fiction, die sämtlich non-canon sind, einschließlich aller Bücher, Spiele, Rollenspiele und Fan-Webseiten. Diese strikte Definition ist notwendig, weil sonst Kirk so um die 10.000 Jahre alt geworden wäre und die Sternenflotte an die 1.000.000 Kriegsschiffe gehabt hätte, wenn alles „wahr“ wäre. Auch die Bücher und Spiele, die von Paramount autorisiert sind, sind non-canon. „Autorisiert“ heißt lediglich, dass eine Lizenz an Dritte vergeben wurde, ohne Paramount zu irgendetwas zu verpflichten. Zum Beispiel wird, obwohl viele Fans es akzeptieren, in einem Spiel das Scout-Schiff Insurrection unüberlegt der „Venture-Klasse“ zugeordnet, während es in Okudas' nächster Enzyklopädie einen anderen Klassen-Namen bekommen wird – oder, noch wahrscheinlicher, überhaupt keinen.
Warum kennzeichnet ihr nicht besser, was canon ist und was erfunden?
Solange Memory Alpha existiert, müssen alle Informationen betreffend das Star-Trek-Universum canon sein. Spekulationen sind auf offensichtliche Schlussfolgerungen beschränkt und ausdrücklich als solche gekennzeichnet – bitte halte dich an den systematischen Gebrauch des Konjunktivs, an „könnte, würde und wäre“ und so kleine Wörter wie „wenn“ oder „möglicherweise“. Anders als bei den meisten anderen Websites, vor allem die Datenbanken, wird hier nichts dazugedichtet, selbst wenn das große Lücken in den Listen ergibt.
Na gut, aber warum sind dann die Romane und Comics hier aufgeführt? Sie sind nicht canon!
Obwohl wir die Informationen über das Trek-Universum selbst derzeit auf canon beschränken möchten, können wir die Romane, Comics und andere Teile des Trek-Franchise, die ihren Teil zum Erfolg beigetragen haben, nicht ignorieren. Deshalb haben wir Listen für „meta-Trek“-Themen (das sind alle Episoden, Filme, Romane, usw. – Dinge in der Realität), um eine Referenzbasis zu haben, auf die wir in der Zukunft aufbauen können.
Und was ist mit The Animated Series?
Zurzeit sind Star Trek: The Animated Series die einzige wirkliche Ausnahme auf Memory Alpha gegenüber dem offiziellen Paramount-Canon. Während TAS offiziell vom Studio als apokryph erklärt wurde, hält Memory Alpha sie für zu bedeutend, als dass man sie weglassen könnte. TAS wurde von denselben Leuten wie TOS gemacht, und ist sicherlich nicht vollständig inkompatibel mit den Realfilmen. Kurzum: Memory Alpha betrachtet The Animated Series als canon.
Warum seid ihr bei der „Kanonität“ so verbissen?
Bis Memory Alpha ein größeres Fundament an Artikeln als Referenzquelle entwickelt hat, wollen wir die größtmögliche Verlässlichkeit für Leser und Beitragende bieten. Das bedeutet, dass wir nur Artikel akzeptieren, die am gebräuchlichsten sind – und im Trek-Universum ist das, was Roddenberry als canon definiert.
Da gibt es Leute, die nur canon akzeptieren, weil sie die Enzyklopädie der Okudas in- und auswendig können oder weil sie eben nichts anderes anerkennen. Dann wiederum gibt es Leute, die canon und fandom nach Belieben mixen, entweder weil sie nicht so viel wissen und alles glauben, was ihnen vorgesetzt wird oder weil sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, unbehindert durch den strikten aber in sich widersprüchlichen canon der Produzenten. Wir kennen beide Sorten Fans und alle Zwischenschattierungen.
Typisch ist die Situation, dass ein paar Leute in einem Forum über die Zahl der Triebwerke auf canon Raumschiffen diskutieren und irgendjemand wirft ein, dass die Schiffe der Federation-Klasse und der Saladin-Klasse (aus Franz Josephs Star Fleet Technical Manual) eine ungerade Anzahl von Triebwerken haben. Das Ergebnis ist eine nutzlose Diskussion über den Begriff „canon“, über den Wert von canon, über die Autorität von Roddenberry, Okuda, Paramount oder Taschenbüchern, über Bücher, die als canon angesehen werden sollten, weil sie von Jeri Taylor geschrieben wurden, über Colonel West und die Starfleet Marines und so weiter. Da wir solche Diskussionen satt haben, richten wir uns nach den Produzenten und übernehmen ihre Definition von canon (aber nicht notwendigerweise alles was sie behaupten), während wir jeden dazu ermuntern wollen, in seinem persönlichen Star-Trek-Universum aufzunehmen, was immer er will.
Wir würden niemals auf diese ganzen weltweiten Fan-Produktionen verzichten wollen, weil sie dieses Universum wirklich bereichern, ob wir jetzt daran „glauben“ oder nicht. Wir können wohl weder denen helfen, für die es nichts gibt, was nicht von Paramount stammt, noch, das andere Extrem, denen, die sich um die Idee von Star Trek nicht scheren und aus der Sternenflotte eine Militärorganisation mit waffenstarrenden Kriegsschiffen machen. Für alle dazwischen ist canon eine gemeinsame Basis. Alles andere bleibt unserer Phantasie, unserer Toleranz und am besten einem gegenseitigen Einvernehmen vorbehalten. Es gibt immer eine Möglichkeit!

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